2011
15
Dez
Geschichtliches zu Magdeburg Buckau
Im Stadtteil Magdeburg Buckau wohnen zirka 4800 Menschen. Dieser Ortsteil befindet sich direkt an der Elbe und gegenüber dem Park Rothorn. Der Ortsname Buckau stammt aus dem slawischen Bereich und diese Siedlung zeugt auch auf slawischen Charme. In einer Urkunde aus dem Jahre 937 wird der Ort das erstemal schriftlich erwähnt, damals aber noch unter dem Namen Buchuvi. Die Urkunde war von dem König Otto I., der das Dorf Buchuvi dem Moritzkloster zusprach. 968 wurde ein Erzbistum gebildet und Buchuvi gehörte ab diesem Zeitpunkt dem Kloster Berge. Die erste Kirche wurde 1383 gebaut, beziehungsweise von diesem Jahr kann ein Kirchenbau nachgewiesen werden.
Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges und der Besetzung durch die Franzosen wurde Magdeburg Buckau fast vollkommen zerstört und 1782 wohnten nur noch etwa 260 Menschen in diesem Ort. Die Haupteinnahme-Quelle war die Leinenweberei. Ab 1830 wurde Buckau dann immer mehr industrialisiert, wobei es vor allem um den Maschinenbau ging. Damit stieg auch wieder die Einwohnerzahl an und 1885 konnten 16 000 Einwohner gezählt werden. Magdeburg Buckau wurde dann im Jahre 1887 in die Stadt Magdeburg eingemeindet. Vorher gehörte es dem Landkreis Jerichow an.
Nach dem zweiten Weltkrieg musste viele Betriebe wiederaufgebaut werden. Dies geschah in der Zeit der DDR in Form von Kombinaten. Heute ist Magdeburg Buckau immer noch geprägt von der Industrialisierung. Da sich seit 1950 nicht mehr um die Erhaltung von der Wohnsubstanz gekümmert wurde, verringerte sich mit der Zeit wieder die Zahl der Einwohner. Die Stadt Magdeburg wirkte dem entgegegen und begann 1990 ein Programm zur Sanierung.